Holleri du dödl di, diri diri dudl dö

Jodeln als Begleitmusik der eidgenössischen Freiheit: Die Schweiz besinnt sich auf die traditionellen Werte und zelebriert ihre Volkskultur

01.08.2008, S. 33 (Feuilleton)

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Helmut Schmidt: "Nichts ist ohne Risiko"

Natürlich hat Kernkraft ihre Risiken. Es gibt aber keine Energie und nichts auf der Welt ohne Risiken, nicht einmal die Liebe.

So Helmut Schmidt über die Atomenergie in der wöchentlich im Zeit Magazin erscheinenden Rubrik “Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt” (Nr. 31/2008, S. 46). Sehenswert ist übrigens auch die von Maischberger gemachte Dokumentation “Helmut Schmidt außer Dienst” (Youtube).

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Wurstblinker eingetragen

Im Gegensatz zu Werner haben sie mir meinen Zusatz-Katalysator (Mini-Kat) gleich eingetragen. Vielleicht lag’s daran, dass ich nicht bei den Ingenieuren vom TÜV, sondern bei der Zulassungsstelle war. Sogar die Wartezeit war mit knapp 30 Minuten erträglich. Die Kfz-Steuer des Fiat Panda senkt sich durch den Zusatz-Kat von 136 € (Euro 1) auf 66 € (Euro 2) im Jahr. Kosten für Bauteil und Eintragung waren ungefähr 70 €, so dass ich schon im nächsten Jahr ein schönes Plus mache. 🙂

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Depeche Mode

Gestern war ich für meinen Bruder im MRT. Ganz lustige Erfahrung, nur ziemlich laut, und es klang genauso wie Depeche Mode früher klang.

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Unheimlich

Gestern, in der Kieler Nikolaikirche, wurde ich Zeuge, wie der Küster lautstark versuchte, eine vor der Eingangstür stehende Bettlerin zu verscheuchen. Klar, natürlich ist es unangenehm, wenn man beim Gehen in die oder aus der Kirche derart angesprochen wird. Aber ich fand es trotzdem irgendwie unheimlich, dass offenbar Bettler von der Kirchentür vertrieben werden wie vom Wachdienst aus einer Einkaufspassage.

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Eben im Supermarkt

Eben bei Plus, in der Schlange an der Kasse vor mir eine Frau, auf dem Band: 2 Flaschen Rum, 6 Flaschen Wein. Ich gucke mir die mittelalte Frau an und denke, die sieht gar nicht aus wie ‘ne Alkoholikerin, vielleicht ist es für ihren Mann? Dann soll sie zahlen, knapp 45 €, und zückt einen 500 €-Schein. Der Kassierer ruft den Filialleiter, und gemeinsam prüfen sie die Echtheit des Scheins. Also doch eher Restaurantbesitzerin als Alkoholikerin…

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Verlinkt: Bilder aus Kabul

Wenn in Deutschland von Afghanistan berichtet wird, dann herrscht häufig der Tonfall des es-geht-alles-den-Bach-runter-und-wir-haben’s-schon-immer-gewusst vor. Die guten Nachrichten schaffen es eben nicht auf die Titelseiten der Tageszeitung. Natürlich gibt es in Afghanistan ganz enorme Probleme, doch ich finde nach wie vor, dass der Sturz der Taliban-Regierung nicht zu den verdammenswerten Taten der USA gehört.

Live aus Kabul berichtet die Entwicklungshelferin Miel in ihrem Blog. Dort fand ich auch den Link zu einer recht interessanten Fotostrecke der New York Times aus Kabul.

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Schöne Schiffe

Hier in Kiel ist zur Zeit Kieler Woche, und heute war bei der Marine im Tirpitzhafen “Open Ship”, das heißt, man kann sich als Normalbürger die dort liegenden deutschen und ausländischen Schiffe ansehen. Neben der Gorch Fock war vor allem die brasilanische Cisne Branco sehr sehenswert. Ein richtiges Segelschiff, aber gerade mal acht Jahre alt. Schön, dass so etwas heute auch noch gebaut wird.

Die deutsche Fregatte Bayern war da im Vergleich schon sehr viel martialischer, genauso wie eine russische Fregatte, deren Namen ich vergessen habe.

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Bernhard Schlink: "Gott ist eine Erfindung der Menschen"

Ich denke, Gott ist eine Erfindung der Menschen – vielleicht die größte. Darum ist er nicht etwa nicht wichtig; auch Kunst und Wissenschaft sind Leistungen der Menschen. […] Die Kirche ist ein Teil meiner Lebenswelt, die mir als Kind früh liebgeworden und immer geblieben ist. Ich mag die Liturgie, Lieder und kluge Predigten, die Räume, die Gelegenheit zur Meditation. Zugleich hatte ich schon früh Schwierigkeiten mit den Inhalten. […] Letztlich glaube ich eher an die Kirche – ich erlebe sie als eine Gemeinschaft von Menschen, die guten Willens sind. Das ist viel, und es langt, um Mitglied der evangelischen Kirche zu bleiben.

So beantwortet Bernhard Schlink die Frage, an welchen Gott er glaubt, im Interview mit dem Magazin chrismon (Druckausgabe: 06/2008, S. 28).

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Wie ich den ntos.exe-Virus wieder losgeworden bin

Heute erhielt ich dieses Schreiben von meiner Bank:

Sehr geehrter Herr ******,
wir haben über ein von unserem Rechenzentrum beauftragtes Unternehmen die Information erhalten, dass es einem Trojaner auf Ihrem PC gelungen ist, die von Ihnen beim Online-Banking verwendete Online-PIN auszuspähen. Aus Sicherheitsgründen wurde daher Ihr Zugang zum Online-Banking gesperrt.

Auf meinem Rechner hatte sich der Trojaner ntos.exe breit gemacht. Spezialität von ntos ist offensichtlich das Ausspähen von PIN und TANs, und so hat man wohl schon von Weißrußland, Malaysia oder Nigeria aus versucht, mein Konto leerzuräumen. Ich war daher den ganzen Tag damit beschäftigt, meinen Rechner wieder zu säubern – man hat ja sonst nichts zu tun.

Bei diesem ungebetenen Gast (ntos.exe) hat bei mir folgendes geholfen:

  1. Zuerst mit dem Process Explorer (hier oder hier erhältlich) im Prozess winlogon.exe die Handles ntos.exe, audio.dll und video.dll entfernen.
  2. Dann mit gmer nach Rootkits scannen und im Verzeichnis /windows/system32/ die Datei ntos.exe sowie das Unterverzeichnis wsnpoem und die darin enthaltenen audio.dll und video.dll löschen und töten (sind tatsächlich zwei Schritte: “delete” und “kill”).
  3. Dann erst lässt sich der Eintrag von ntos.exe in der Registry entfernen (Start -> Ausführen -> “regedit” eingeben -> OK), und zwar im Key HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Microsoft/Windows NT/CurrentVersion/Winlogon, wo auf der rechten Seite bei Userinit nur C:\Windows\system32\userinit.exe stehen darf.

So hat’s zumindest bei mir geklappt. Alle verwendeten Tools sind kostenlos erhältlich. Hoffentlich war’s das jetzt; ich habe erstmal auf allen Seiten, die mir einfielen, die Zugangsdaten geändert. Schließlich lässt sich ja auch mit einem gekaperten Ebay- oder Amazon-Konto eine Menge Unheil anrichten.

Sehr geholfen beim Verarbeiten meines Unglücks hat mir übrigens diese Seite, die ich bei Chris Guillebeau fand : So schlecht geht’s mir dann doch wieder nicht. Es ist ganz interessant, mit verschiedenen Eingabewerten herumzuspielen: Schon mit 100 Euro im Monat gehört man global gesehen eindeutig zu den Besserverdienenden. Aber in Deutschland gibt es angeblich 20 Millionen Menschen, die in Armut leben. Weißte Bescheid, ne? Aber natürlich sind die Lebenshaltungskosten im Slum von Dhaka ungemein geringer als in Deutschland, das gebe ich unumwunden zu. Kann man also alles garnicht vergleichen, und überhaupt.

Update, 07.01.2009: Habe die Anleitung mal etwas übersichtlicher gestaltet. Bis heute hatte ich nach dieser Prozedur keinen Ärger mehr mit ntos.

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